Was eine Unternehmenswebsite wirklich kostet
Angebote für Firmenwebsites reichen von 1.500 bis 50.000 Euro – bei scheinbar gleicher Leistung. Woran das liegt und welche Posten in einem seriösen Angebot auftauchen müssen.

- Der Angebotspreis ist nur ein Teil der Kosten – Pflege, Hosting und Anpassungen laufen jahrelang weiter.
- Eine Website ohne Betreuung verliert ab dem Tag der Übergabe an Wert, technisch wie inhaltlich.
- Seriöse Angebote benennen, was nach dem Livegang passiert, und nicht nur den Umfang bis dahin.
Wer drei Angebote für eine Firmenwebsite einholt, bekommt oft Zahlen, die um den Faktor zehn auseinanderliegen. Das ist verwirrend – und es liegt selten daran, dass eine Agentur überteuert ist. Meistens beschreiben die Angebote schlicht unterschiedliche Dinge.
Was im Preis steckt – und was nicht
Ein Website-Angebot deckt üblicherweise Konzeption, Gestaltung, Umsetzung und einen Redaktionsdurchgang ab. Was es fast nie abdeckt: alles, was danach kommt.
Nach dem Livegang laufen weiter:
- Hosting und Domain – zwischen 10 und 80 Euro im Monat, je nach Anspruch
- Technische Pflege – Aktualisierungen des Systems, der Erweiterungen, der Zertifikate
- Inhaltliche Anpassungen – neue Mitarbeiter, geänderte Leistungen, aktuelle Referenzen
- Rechtliche Nachführung – Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweise, Barrierefreiheit
Diese Posten verschwinden nicht, wenn man sie im Angebot nicht erwähnt. Sie tauchen später auf – als Stundensatz, als Notfall oder als Website, die drei Jahre lang niemand angefasst hat.
Warum die Einmalinvestition trügt
Eine Website ist kein Möbelstück. Sie steht in einer Umgebung, die sich dauernd verändert: Browser bekommen neue Versionen, Suchmaschinen neue Kriterien, der Gesetzgeber neue Vorgaben. Wer einmal zahlt und dann nichts mehr tut, besitzt nach zwei Jahren etwas, das technisch veraltet und inhaltlich falsch ist.
Der teuerste Teil einer Website ist nicht ihr Bau. Es ist die Zeit, in der sie niemandem gehört.
Genau das sehen wir in Erstgesprächen am häufigsten: Eine ordentlich gemachte Seite von 2021, die niemand pflegt, weil dafür nie jemand zuständig war.
Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
Fragen Sie nicht nach dem Preis, sondern nach dem Danach. Ein gutes Angebot beantwortet:
- Wer pflegt die Seite nach dem Livegang – und in welcher Zeit?
- Was kostet eine Änderung, und was ist bereits enthalten?
- Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge?
- Was passiert, wenn die Zusammenarbeit endet?
Wenn eine Agentur auf diese Fragen ausweicht, ist das die eigentliche Information.
Was wir daraus gemacht haben
Wir rechnen deshalb nicht mehr in Projekten, sondern in laufender Betreuung: ein fester monatlicher Beitrag, in dem Umsetzung, Hosting, Wartung und Anpassungen zusammen stecken. Das ist nicht für jeden der richtige Weg – wer einmalig eine Seite braucht und sie selbst pflegen kann, fährt anders besser.
Für Unternehmen ohne eigene Technikabteilung ist es aber der ehrlichere Zuschnitt: Es gibt keinen Zeitpunkt, ab dem sich niemand mehr kümmert.




