Wie lange dauert eine neue Website – und woran es wirklich hängt

Vier bis zehn Wochen sind ein realistischer Rahmen. Was den Zeitplan bestimmt, ist aber selten die Technik – sondern Inhalte und Freigaben.

Maximilian Claus
Co-Founder, Strategie & Beratung
3 Min. Lesezeit
Abstrakte Verlaufsgrafik mit diagonalem Lichtband
Kurz gefasst
  • Ein realistischer Rahmen für eine Unternehmenswebsite liegt bei vier bis zehn Wochen.
  • Der häufigste Verzögerungsgrund sind fehlende Texte und Bilder, nicht die technische Umsetzung.
  • Wer Inhalte und Entscheidungswege vor dem Start klärt, verkürzt die Laufzeit deutlich stärker als jede Beschleunigung im Bau.

„Wie lange dauert das?" ist im Erstgespräch fast immer die zweite Frage. Die ehrliche Antwort lautet: vier bis zehn Wochen – und wo Sie in diesem Rahmen landen, entscheidet zum größten Teil Ihr Unternehmen, nicht die Agentur.

Woraus setzt sich die Zeit zusammen?

Ein typisches Projekt hat vier Abschnitte:

  1. Klärung und Konzept – wer ist die Zielgruppe, welche Seiten braucht es, was soll die Seite bewirken. Etwa ein bis zwei Wochen.
  2. Gestaltung – Entwürfe, Abstimmung, Freigabe. Ein bis drei Wochen, je nach Anzahl der Runden.
  3. Umsetzung – Bau, Einpflegen der Inhalte, Technik, rechtliche Grundlagen. Zwei bis vier Wochen.
  4. Prüfung und Start – Korrekturen, Tests, Livegang. Etwa eine Woche.

Das ergibt rechnerisch vier bis zehn Wochen. In der Praxis dauert es länger, wenn einer dieser Abschnitte auf etwas wartet.

Was verzögert am häufigsten?

Nicht die Technik. In dieser Reihenfolge:

  • Fehlende Texte. Der mit Abstand häufigste Grund. Wer die Inhalte selbst schreiben will, unterschätzt regelmäßig, wie lange das neben dem Tagesgeschäft dauert.
  • Fehlende Bilder. Besonders, wenn erst noch ein Fototermin nötig ist.
  • Unklare Entscheidungswege. Wenn drei Personen freigeben müssen und niemand entscheidet, stehen alle Abschnitte still.
  • Wachsender Umfang. „Können wir noch einen Bereich ergänzen?" – jedes Mal legitim, jedes Mal Zeit.
  • Zulieferungen von Dritten. Zugangsdaten vom bisherigen Anbieter, Daten aus einem anderen System.

Auffällig daran: Vier von fünf Punkten liegen nicht bei der Agentur. Das ist keine Schuldzuweisung, sondern der Ansatzpunkt – hier lässt sich am meisten gewinnen.

Was Sie tun können, um es zu verkürzen

Drei Dinge, alle vor dem Start:

  1. Eine Person benennen, die entscheidet. Nicht ein Gremium. Rücksprache ist möglich, die Freigabe sollte an einer Stelle liegen.
  2. Inhalte sammeln, bevor es losgeht. Vorhandene Texte, Bilder, Logos, Referenzen an einem Ort. Auch unfertig – ein Rohtext ist besser als eine leere Seite.
  3. Den Umfang festhalten. Welche Seiten, welche Funktionen. Ergänzungen sind möglich, sollten aber als Ergänzung sichtbar sein und nicht unbemerkt den Zeitplan verschieben.

Wer vor dem Start eine Stunde in die Inhalte steckt, spart im Projekt eine Woche.

Geht es auch schneller?

Ja, wenn der Umfang klein ist und die Inhalte stehen. Eine Seite mit fünf Unterseiten, vorhandenen Texten und schneller Freigabe kann in zwei bis drei Wochen live sein.

Was nicht funktioniert: den Zeitplan verkürzen, indem man Abstimmungsrunden streicht. Was dabei gespart wird, kommt nach dem Start als Nacharbeit zurück – dann allerdings an einer Seite, die schon öffentlich ist.

Wie läuft das bei uns?

In vier Schritten: kostenloses Infogespräch, Konzept und Umsetzung, Start, danach laufende Betreuung. Ihr Aufwand beschränkt sich auf ein Kick-off, die Freigabe von Inhalten und gelegentliches Feedback.

Den konkreten Zeitplan legen wir im Infogespräch gemeinsam fest – vorher wäre jede Zusage geraten. Was wir dabei früh klären, ist der Punkt aus dem vorigen Abschnitt: wer bei Ihnen entscheidet und welche Inhalte vorliegen.

Weil die Betreuung danach weiterläuft, muss zum Start auch nicht alles perfekt sein. Was in der ersten Fassung fehlt, ergänzen wir später – das nimmt dem Zeitplan den Druck, der sonst die meisten Projekte verzögert.

Was danach passiert und was das monatlich kostet, steht in Was eine Unternehmenswebsite wirklich kostet. Wenn Sie noch unsicher sind, ob es überhaupt eine neue Seite braucht: Neu bauen oder überarbeiten?

Maximilian Claus
Co-Founder, Strategie & Beratung

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