Sieben Fragen, die Sie einer Webagentur vorher stellen sollten

Angebote lassen sich schwer vergleichen, wenn sie Unterschiedliches beschreiben. Diese sieben Fragen machen sichtbar, worauf Sie sich einlassen – lange bevor der Vertrag unterschrieben ist.

Maximilian Claus
Co-Founder, Strategie & Beratung
3 Min. Lesezeit
Abstrakte Verlaufsgrafik in Blautönen
Kurz gefasst
  • Die aufschlussreichsten Fragen betreffen nicht den Bau der Website, sondern die Zeit danach.
  • Wer nicht konkret sagen kann, was bei Vertragsende übergeben wird, hat darüber nicht nachgedacht.
  • Vergleichbar werden Angebote erst, wenn klar ist, welche laufenden Kosten sie enthalten und welche nicht.

Drei Angebote für dieselbe Website, drei völlig verschiedene Zahlen. Das liegt selten daran, dass eine Agentur überteuert ist – sie beschreiben schlicht Unterschiedliches. Die folgenden Fragen machen die Unterschiede sichtbar.

Sie helfen Ihnen unabhängig davon, mit wem Sie am Ende arbeiten.

1. Was passiert nach dem Livegang?

Die wichtigste Frage überhaupt, und die am seltensten gestellte. Eine Website ist am Tag des Starts nicht fertig, sie fängt an.

Achten Sie darauf, ob die Antwort konkret wird: Wer pflegt, in welcher Zeit, zu welchen Kosten. „Melden Sie sich einfach" ist keine Antwort.

2. Was kostet eine Änderung?

Fragen Sie mit einem Beispiel: „Wir bekommen zwei neue Mitarbeiter, die aufs Team-Bild und in die Liste sollen. Was passiert dann?"

Die Bandbreite der Antworten reicht von „machen wir kurzfristig" über einen Stundensatz bis zu einem eigenen Angebot mit Vorlaufzeit. Alle drei können in Ordnung sein – Sie sollten nur vorher wissen, welche gilt.

3. Was ist in den laufenden Kosten enthalten?

Hosting, Domain, SSL-Zertifikat, Backups, Aktualisierungen des Systems, Überwachung der Erreichbarkeit. Jeder dieser Posten kostet Geld oder Zeit. Wenn sie im Angebot fehlen, verschwinden sie nicht – sie tauchen später auf.

Lassen Sie sich die Liste geben und vergleichen Sie dann die Angebote noch einmal. Häufig sieht das Bild danach anders aus.

4. Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge?

Die Antwort sollte kurz sein: Ihnen. Fragen Sie zusätzlich, wer die Domain verwalten kann – Eigentum ohne Zugang hilft im Ernstfall wenig.

Ausführlicher steht das in Wem gehört die Website?

5. Was bekomme ich, wenn wir auseinandergehen?

Was wird übergeben, in welcher Frist, in welcher Form? Wer das konkret beantwortet, hat sich damit befasst. Wer ausweicht oder das Thema kleinredet, hat es nicht.

Das ist keine unfreundliche Frage. Sie zeigt, dass Sie das Verhältnis als Geschäftsbeziehung verstehen, und ein guter Anbieter reagiert entsprechend.

6. Wer ist mein Ansprechpartner?

Eine Person oder ein Postfach? Erreichbar wie, in welcher Zeit? Bei wem landet die Anfrage, wenn diese Person im Urlaub ist?

Der Unterschied zwischen „jemand, der unser Unternehmen kennt" und „das nächste freie Ticket" ist im Alltag größer als jeder Funktionsumfang.

7. Was passiert, wenn die Seite ausfällt?

Fragen Sie nach dem Notfall, nicht nach dem Normalbetrieb: Wer merkt es, wie schnell, und was ist die Zusage? Gibt es Sicherungen, wie oft, und wurde schon einmal eine zurückgespielt?

Die letzte Teilfrage ist die entscheidende. Eine Sicherung, die nie geprüft wurde, ist eine Vermutung.

Wie Sie die Antworten vergleichen

Legen Sie eine Tabelle an: sieben Zeilen, eine Spalte je Anbieter. Danach ist meist offensichtlich, welche Angebote überhaupt vergleichbar sind – und häufig, dass das günstigste weniger enthält, als es zunächst schien.

| Frage | Anbieter A | Anbieter B | Anbieter C | |---|---|---|---| | Nach dem Livegang | | | | | Kosten je Änderung | | | | | Laufende Kosten enthalten | | | | | Eigentum und Zugänge | | | | | Übergabe bei Vertragsende | | | | | Ansprechpartner | | | | | Ausfall und Sicherungen | | | |

Wie wir diese Fragen beantworten

Kurz, weil es sonst Werbung wäre: Betreuung ist bei uns laufend, Änderungen laufen ohne Ticketsystem und ohne Angebotsschleife über einen festen Ansprechpartner. Hosting, Domain, SSL, Backups und Überwachung sind im monatlichen Beitrag enthalten. Die Website gehört Ihnen. Nach zwölf Monaten Mindestlaufzeit läuft es monatlich flexibel weiter.

Was das kostet und wie sich das gegen ein Einmalprojekt rechnet, steht in Was eine Unternehmenswebsite wirklich kostet.

Stellen Sie die sieben Fragen trotzdem – auch uns.

Maximilian Claus
Co-Founder, Strategie & Beratung

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Wir schauen unverbindlich drauf und sagen Ihnen, was wir sehen – ohne dass daraus etwas entstehen muss.

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